Climate Will Change! Atomausstieg ist Handarbeit!

Am 8. Juli hat Bundespräsident Christian Wulff das neue Atomgesetz
unterschrieben und damit den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland wieder
einmal zu Papier gebracht. Doch trotz aller Heilsbotschaften, bedeutet der neue
Atomkonsens zunächst elf weitere Jahre Kernenergie – mindestens, denn der
Ausstiegsfahrplan sieht vor, dass auch im Jahr 2021 noch sechs Kraftwerke am
Netz sind. Zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima und genau zu den
dann anstehenden Bundestagswahlen ist ein parteipolitischer Stimmungswandel und
ein energiepolitischer Rückzieher aus dem Ausstieg nicht auszuschließen.
Doch selbst bis dahin bedeutet die sogenannte Energiewende der Bundesregierung
vorerst einen Zubau von Kohle- und Gaskraftwerken. In den Jahren 2013 bis 2017
sollen bis zu 15 Prozent der Investitionskosten für fossile Kraftwerksneubauten
bezuschusst werden, während bei regenerativen Energien weiterhin auf
kapitalintensive Zentralprojekte, wie Off-Shore-Windparks und große
Biogasanlagen, gesetzt wird. Dahingehend orientieren sich auch die 4 großen
Energiekonzerne um
sich frühzeitig ihre Marktanteile zu sichern. Doch die Investitionen in
zentralisierte und pompöse Großprojekte dienen nicht der Perspektive einer
ressourcenschonenden, gerechten und ökologischen
Energiegewinnung, sondern dem Verwertungszwang der Kapitalakkumulation. Die
sogenannte Energiewende besteht somit mehr darin, dem Kapitalismus einen grünen
Anstrich zu verleihen, als die Probleme der Energiefrage.zu lösen. Notwendige
energiepolitische Alternativen bestünden hingegen in einer dezentralisierten und
bedarfsorientierten Energieversorgung, die regional und in Selbstverwaltung
organisiert wird.
Dies ist auch das Anliegen des diesjährigen Widerstands gegen den
Castortransport, der am 24. November aus der Wiederaufbereitungsanlage im
französischen La Hague nach Gorleben und dessen marodem Salzstock rollen wird.
Diese Proteste sind allein deshalb wichtig; weil darauf aufmerksam gemacht
werden muss, dass noch immer keine Lösung der endgültigen Lagerung der
Brennstäbe in Sichtweite ist und der radioaktive Müll die Region einer
permanenten Kontaminierung preisgibt. Die Folgen sind erhöhtes Krebsrisiko der
Bewohner innen und andere gesundheitliche Spätfolgen.
Mehrere tausend Menschen werden sich dem deshalb wieder mit kreativen Aktionen
in den Weg
stellen, sei es durch Sitzblockaden, Störaktionen oder durch massenhafte
Unterhöhlung des Gleisbetts entlang der Zugstrecke.
Das Jenaer Anticastor-Plenum wird sich an den verschiedensten Aktionen
beteiligen und per Zug, Bus oder Anhalter ins Wendland fahren. Traditionell
werden sich auch Aktivist_innen der Jungen Gemeinde auf den Weg machen und auch
aus Erfurt, Weimar und andere Orten werden Menschen den Protest im Wendland
kreativ unterstützen. So wird es zum Beispiel aus Weimarer eine mobile
Volxsküche geben, welche den Protest im Wendland richtig einheizen wird.

Wer den Aktivisten aus Jena, Weimar oder Erfurt begleiten möchte hat
die Möglichkeiten einen der 2 Busse zu nutzen oder ein offenes Angebot einer
Zugfahrt.

Busse zur Kundgebung, Dannenberg am 26.11.2011
Möglichkeit 1):
Erfurt, Busbahnhof um 6:00h
Weimar, Busbahnhof um 6:30h
Jena, Inselplatz (Lutherplatz) um 7:00h
Anmeldung: Jenaer Wahlkreisbüro von Ralph Lenkert
Fon: 03641 231606; Mail: ralph.lenkert@wk.bundestag.de
Kosten: 5,- Euro
Möglichkeit 2):
Jena, Busbahnhof Paradies um 06:45 Uhr
Rückfahrt 17 Uhr nach Jena
Anmeldung unter: info@gj-thueringen.de

Offene Zugfahrt:
Donnerstag
Start in Jena West um 12:16, Weimar 12:41, Erfurt 13:07
nach Magdeburg bis Salzwedel, von dort dann per Anhalter in das nahe Wendland
Bitte seid pünktlich 12 Uhr am Bahnhof

Jetzt für den kostenlosen Castorbus ins Wendland am 26.11. anmelden!

Liebe Aktivist_innen,

wir können euch heute erfreuliches vermelden:
am 26.11. wird ein Bus aus Jena zur großen Gegendemo nach Dannenberg bei
Gorleben fahren. Der Bus wird kostenlos sein, finanziert durch das
Umweltreferat des Studierendenrat der FSU, der Grünen Jugend, dem Landesverband der Grünen
und den Jusos. Außerdem wird das produzierte CO2 neutralisiert.
Vielen Dank an die Organisator_innen!

Anmelden könnt ihr euch (auch als Gruppe) verbindlich unter info (at)
gj-thueringen.de, bitte gebt an, ob ihr an Hin- UND Rückfahrt teilnehmt,
oder ob ihr anschließend im Wendland bleiben wollt. Los geht es am
Morgen des 26.11. um 6.45 Uhr am Busbahnhof Paradies, die Rückfahrt wird
gegen 17.00 Uhr in Dannenberg starten.
Es ist im Wendland sehr einfach zu trampen und so die entsprechenden Protestcamps zu erreichen. So könnt ihr alle an den verschiedenen Aktionsformen gegen den 13. Castortransport ins Wendland, teilnehmen.

Wir freuen uns, euch alle zu sehen!

Anti-Castor-Plenum Jena
http://acpjena.blogsport.de/

vorerst letztes Infoplenum am:
Donnerstag den 17.11. um 20 Uhr
Carl-Zeiss-Straße 3 (Campus)
Seminarraum 308

Letztes Infoplenum vor der Castor-Blockade

Das Anti-Castor-Plenum lädt ein zum gemeinsamen Austausch über den letzten Stand zum 13. Castortransport ins Wendland.
Eine Woche vor der Woche X soll jede und jeder nochmal seine Infos, Meinungen, Fahrtangebote und sonstiges in die Runde werfen und natürlich Fragen stellen.
Also kommt am:
Donnerstag den 17.11. um 20 Uhr
Carl-Zeiss-Straße 3 (Campus)
Seminarraum 308

Bitte weitersagen und selber vorbeikommen!

Voraussichtlich wird der Castor am 24.11. rollen und an diesem Tag solltet ihr auch im Wendland ankommen, so die offizielle Anreiseempfehlung.
Wir können hier auch vermelden, dass am Samstag den 26.11. ein Bus aus Jena nach Dannenberg zur Auftaktdemo und anschließend verschiedene Camps anfahren wird, sowie wieder zurück nach Jena. Näheres dazu erfahrt ihr Anfang kommender Woche an dieser Stelle, anmelden könnt ihr Euch schon über uns!

Für eine Gesellschaft in der Atomanlagen
unmöglich sind; für eine dezentrale und
demokratische Energieversorgung!

Anti-Castor-Aktionstag

6.000 waren mit dabei und sorgten mit vielen kreativen Aktionen für eine dezentrale Information und Mobilisierung.
In Jena konnte um 12.17 ein Transport mit hochradioaktiven Müll erfolgreich gestoppt werden. Eine Menschenmasse forierte sich zu einer Blockade und zeigte den Spruch „Gorleben soll leben“. Zuvor wurde gemeldet, dass der entsprechende Castor viel zu hohe Strahlenwerte verursachte, was durch die Messungen mit einem Geigazähler während der Blockade bestättigt werden konnte.
Deshalb Ende November ins Wendland-Stopp Castor!

Mehr zur überregionalen Aktion http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/castor11/aktionstag-2910.html

Mobilisierungs- und Infoveranstaltung zur Castor-Blockade

Das Anti-Castor-Plenum lädt zur Information und Vernetzung zur Fahrt ins Wendland ein. Voraussichtlich
wird der Castor am 24.11. rollen und wir werden uns widersetzen. Neben allgemeinen Informationen
zum Castortransport wird es auch konkrete Infos zu Gegenaktionen, Demonstrationen und weiteren
Möglichkeiten des Protestes, sowie zu Anreise und Übernachtung geben.

Donnerstag 03.11. um 20 Uhr
Carl-Zeiss-Straße 3 (Campus)
Seminarraum 308

Bitte weitersagen und selber vorbeikommen!

Für eine Gesellschaft in der Atomanlagen
unmöglich sind; für eine dezentrale und
demokratische Energieversorgung!